Mi

23

Feb

2011

Go wild again!

Heute geht’s ins Herz von Botswana, nach Savuti, eine trockene, staubige Gegend zwischen Chobe Riverfront und Moremi (Okavango).

Wir sind mit Nathaly’s Cousin Patrick und seiner Partnerin Gema und den beiden Kindern Zoé und Noah unterwegs. Die vier sind auch seit ein paar Monaten im südlichen Afrika am Reisen und wir haben uns gestern in Kasane unter grossem Hallo und riesiger Freude getroffen.

Die Strasse von Kasane nach Savuti ist in sehr gutem Zustand. Bis zum Parkeingang ist schon fast geteert und die weitere Strasse ist bei weitem nicht mehr so tiefsandig wie früher. Ich will zwar nicht wie andere Reisende die Vergangenheit verherrlichen und die Zukunft bejammern, aber ein bisschen Abenteuer geht mit den guten Strassen in Botswana schon verloren und dadurch kann nun jeder „Depp“ mühelos durch den Chobe Park brettern. Dafür gefällt uns das Savuti Camp viel besser als früher. Dies ist der Vorteil der Nebensaison, es hat keine Leute und wir können den Stellplatz frei wählen. Wegen der Kinder nehmen wir denjenigen, welcher am nächsten beim elefantensicheren Dusch/WC-Block liegt, auch ist diese Campsite echt schön. Beim Anmelden frage ich nach, ob irgendwelche Tiere gesichtet wurden und man erklärt uns, wo man noch am Morgen Löwen gesehen hat. Da es heiss ist, haben sich diese sicher noch nicht weit bewegt und wir fahren zum beschriebenen Platz. Wir finden die Löwen faul im Schatten liegend. Das ungewöhnliche ist, dass es vier Männchen sind, fast noch Teenager mit noch nicht voll gewachsener Mähne. Es beginnt leicht zu tröpfeln, weshalb Patrick und Gema mit den Kindern zum Campsite fahren, denn sie wollen ihr Zelt im Trockenen aufbauen. Wir harren aus, denn wir vermuten, dass sich die Löwen bald bewegen. Das Tröpfeln nimmt zu und schon bald ist es ein richtig afrikanischer Regen mit grossen, schweren Tropfen, die lärmend auf Auto und Bäume klatschen. Die Löwen ziehen sich unter einen Busch zurück und man sieht nur noch ein paar Ohren, ein Bein oder ein undefinierbares, beiges Körperteil. Wir hoffen, dass es sich bald ausregnet und das tuts dann auch. Kaum stoppt der Regen gibt’s auch schon ein bisschen Action. Es taucht ein fünftes Männchen auf, offensichtlich der dominant Male, mit grosser Mähne, und übernimmt lautlos das Kommando, die vier jüngeren Männchen begrüssen ihn und los geht’s auf eine kleine Wanderschaft zum Wasserloch. Es ist eindrücklich, diese fünf kraftstrotzenden Löwen in Bewegung zu sehen. Am Wasserloch tun die Löwen wieder was sie meistens tun, sich hinlegen und nichts-tun. Nach einer Weile beschliessen wir die faulen Löwen alleine zu lassen und fahren auch zur Campsite zurück.  FOTOS

 

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