Di

25

Jan

2011

Autopanne und Holländer

Wir sind auf dem Weg nach Iringa, als ich irgendwann im Irgendwo einen komischen Geruch feststelle.

Da ich nach unserer letzten Panne geruchsensibel bin, checke ich sofort die Instrumente und stelle erschrocken fest, dass die Wassertemperaturanzeige nichts mehr anzeigt. Heute morgen beim täglichen Autocheck war noch alles in Ordnung. Ich halte sofort an, dies mitten im Dorf bei einer Polizeikontrolle. Natürlich stehen sofort ein Polizist und ein Armeeoffizier an meiner Seite. Ich erkläre, dass ich ein Problem mit dem Kühlwasser habe. Ein kurzer Blick unter die Motorhaube zeigt: wir haben kein Kühlwasser mehr. Polizist und Offizier helfen natürlich sofort und füllen Wasser nach. Ich muss mich wehren, dass ich überhaupt den Motor inspizieren kann, da die Beiden sich so fleissig um meinen Motor bemühen. Auf die Schnelle finde ich kein Leck und das frisch eingefüllte Wasser scheint im Kühler zu bleiben. Es ist noch etwa 40 km bis Iringa, dort soll es eine Garage geben. Der Polizist gibt mir die Telefonnummer, da ich nicht will, dass er dort bereits anruft. Er mag es gut meinen, aber ich mag diese afrikanischen Netzwerke nicht besonders. Hoffend fahren wir wieder los, doch bereits kurz nach dem Dorf ist Sense, das Wasser ist bereits wieder weg. Ratlos stehen wir am Strassenrand und da kommt Rettung in der Person von Frank und Marie Ann. Die beiden haben wir am Abend vorher auf der Campsite kennengelernt. Glücklicherweise halten sie an und helfen uns. Frank ist ein grossartiger Analytiker und nach einer Stunde Studium des Autos meint er, das Wasser laufe aus dieser schwarzen Box heraus, was wahrscheinlich die Heizung sein muss. Wir könnten ja die Heizung abhängen und den Eingangsschlauch direkt mit dem Ausgangsschlauch zusammenhängen. Wir wollen es probieren und brauchen nur noch ein passendes Zwischenstück, um die beiden Schlauchenden zusammenzufügen. Ich habe einen dünnen und einen dicken Schlauch dabei, aber natürlich passen beide nicht. Da hat Frank die grandiose Idee, eine Rätschennuss als Adapter zu verwenden und siehe da, dies klappt wie geplant, der Kühlkreislauf ist wieder geschlossen und offenbar dicht. Frank und Marie Ann begleiten uns sicherheitshalber noch bis Iringa, wo wir sie im Bookshop zu einem guten Kaffee einladen. Wir sind überglücklich konnten wir das grosse Problem mit ihrer Hilfe so einfach lösen. Das ist auch Afrika, wenn man Hilfe braucht, ist sie auch da.

FOTOS

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

  • loading