Mo

17

Jan

2011

Mombasa Stadtleben

Wir sind bei Fredy und Grace in Mombasa und haben mässig gut geschlafen, denn wir sind uns die Wärme und ein richtiges Bett nicht mehr gewöhnt.

Geweckt werden wir von einer Kakophonie von Gänse-, Guinee Falls- und Bulbul-Gesang. Etwas verknautscht stehen wir auf und stellen fest, dass unser Universal-Batterie-Ladegerät bzw. das Kabel dazu kaputt ist, was ziemlich problematisch ist, da wir nur damit die Nikon- und die Kleinkamera-Batterie laden können. Wir fahren mit Fredy und seinem anderen Gast Bertram in wilder Fahrt durch den total verstauten, verkeilten Verkehr in die Stadt, erst zum echten, aber etwas gehetzten Cappuchino, dann mitten rein ins quirrlige Zentrum, wo Bertram als unser Reiseführer agiert während Fredy ein paar Dinge erledigen muss. So führt er uns durch das Gewusel von Geschäft zu Geschäft und wir erstehen bei einem freundlichen Inder erfolgreich ein neues Kabel für das Ladegerät. Die meisten Geschäfte gehören Indern, meint Bertram, die sind sehr tüchtig. Wir setzen uns auf die gedeckte Veranda eines alten Hotels im Kolonialstil und bestellen uns kalte Getränke, denn es ist drückend warm. Kaum erhalten, braust Fredy an und ist schon wieder auf dem Sprung. Wir stürzen unsere Getränke und hetzen hinter ihm her. Und ich dachte, als fröhlicher Mann im Ruhestand hat man alle Zeit. Nach ein paar Einkäufen im Nakumatt, der Migros von Kenia, flitzen wir wieder nach Hause. Uff, geschafft.

Fast jeden Nachmittag fahren Fredy und Bertram ins Nyala Beach Resort, ein grosses Hotel am Strand gelegen. Dort hat Fredy seinen Stammplatz in der Strandanlage unter schattigen Bäumen, seine Sachen stehen schon bereit, wenn er kommt und alle kennen ihn. Wir fahren heute mit, für eine Eintrittsgebühr von 12 Franken pro Person ein teurer Spass, den wir aber in vollen Zügen geniessen. Fredy stürzt sich gleich ins Meer, wir ihm nach, Bertram haut sich mit einem Buch auf die Liege. Im Meer ist es warm, nicht ganz glasklar aber trotzdem herrlich erfrischend. Der Strand ist strahlend weiss und super fein, von Palmen umzäunt, wirklich traumhaft. Wir dümpeln im Meer rum, Fredy ist ganz entspannt und erzählt von dem alten Kenia, von seinem Haus am Strand ein paar 100 Meter von hier, von seinem Safariunternehmen und den unglaublichen Buscherlebnissen. Wir legen uns alle auf unsere Liegen, einer döst, der andere liest, ich schreibe Tagebuch. Etwas später gibt es eine Runde Bier (oder Soda) für alle. Es ist ein wunderbar entspannter Nachmittag am Strand von Mombasa.

Fredy hatte am Vorabend erzählt, dass sie manchmal typisch Schweizerisch kochen und erwähnte dabei „Ghackets mit Hörnli“. Ich fing gleich an zu schwärmen, wie schön es wäre mal wieder „ Ghackets mit Hörnli“ zu essen. Und was gibt es heute Abend? Natürlich „Ghackets mit Hörnli“, so was von super lieb und aufmerksam. Es schmeckt wunderbar und Gü und ich schöpfen uns dreimal!

Hier ein paar Fotos von unseren Tagen in Mombasa.

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