Do

11

Nov

2010

Wir fangen Fische!

Vor Sonnenaufgang machen wir uns auf, wir gehen angeln.

Mit der aufgehenden Sonne fahren wir mit unserem Guide raus auf den See in Richtung Shumbe Nationalpark. Auf dem Weg docken wir bei einem grossen Fischerboot an, welches nach dem nächtlichen Kapenta Fang auf dem Heimweg ist. Kapenta ist ein kleiner, ca. 6 cm, langer Fisch. Meist fährt ein grosses Boot zusammen mit vier kleineren Holzbooten im Schlepptau raus. Die kleinen Boote werden platziert und leuchten mit Lampen ins Wasser. Taucht ein Schwarm Kapenta auf, rufen die im kleinen Boot „hierher – hierher“.Nun legt das grosse Boot die Netze aus und umkreist den Schwarm. An Land werden die Fische dann mit hohem Energieaufwand, die ganze Energie wird mit Diesel-Generatoren erzeugt, entweder gefroren oder getrocknet. Wir hörten den Ruf die halbe Nacht und hatten uns schon gewundert...

Wir kaufen also hier eine Ladung Kapenta als Köderfische und setzen unseren Weg fort. Vor der Küste des Nationalparks ankern wir und unser Guide zeigt uns wie wir Leine-fischen. Dies ist eine Technik ähnlich dem Felschen fischen nur ohne Rute. Man nimmt die Angelschnur in die Hand und hebt und senkt den Arm. Nach kurzer Zeit fange ich meinen ersten Fisch, einen hübschen kleinen (18 cm) Zebrafisch, welchen ich behutsam zurücksetze. Der nächste Fisch ist ein Kopie aber mit ca 25 cm auch viel zu klein. Nachdem auch Nathaly einen Zebrafisch gefangen hat, ändern wir unseren Standort. Am neuen Plätzchen geht’s rund und wir alle drei fangen einen Kopie nach dem anderen. Innert Kürze haben wir so viele Fische, dass wir beschliessen mit den Ruten und Rappalaköder zu schleppen. Auf diese Weise fängt Nathaly den ersten und einzigen Nileperch (Nilbarsch). Unser Exemplar ist mit ca. 60 cm noch fast ein Baby. Daneben fängt Nathaly und ich noch je einen Kopie. Jetzt ist’s genug und wir kehren in Fullspeed in die Lodge zurück. Wir behalten einen Kopie und den Nileperch. Die anderen Fische schenken wir unserem Guide. Juhui, heute Abend gibt’s selbstgefangenen Fisch vom Grill. Ein bischen auspannen, ein bischen Süsswasserschnorcheln am Hausriff bei 28° Wassertemperatur. Es ist paradiesisch. Abends brutzelt der Nileperch auf dem Grill und wir geniessen die Aussicht auf den Tanganikasee von unserem Privatstrand aus. 

FOTOS zum Fischfang

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Kommentare: 2

  • #1

    Paul und Margrit Scherer (Donnerstag, 20 Januar 2011 15:17)

    Liebe Nathaly und lieber Gü,
    Es ist gut zu wissen, dass Ihr am Euch, am 11. 11., d.h. am Tag des Hauptbots der Fischerzunft, fischender-weise beschäftigt habt. Wir hoffen, der Zebrafisch werde gelegentlich auch hier, d.h. an Güs Meister-prüfung zu beisichtigen sein. Die guten Wünsche zum Jahreswechsel erwidern wir sehr herzlich und danken für die interessanten Berichte und Bilder, die unsere Vorstellungen von Afrika südlich des Aequators bereichern.
    Freundliche Grüsse Margrit und Paul

  • #2

    Eva (Donnerstag, 27 Januar 2011 21:43)

    Ich bin umgezogen!
    nach reiflicher Überlegung habe ich mich enschlossen, vom Land in die Stadt zu ziehen. Im Hürlimann Areal in Zürich Enge habe ich nun ein neues Zuhause gefunden, wo ich weiterhin geduldig auf eure Rückkehr warte.
    Neue Adresse: c/o Eva, Stallmeisterhaus, Zürich
    Es grüsst euer Trillian

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