So
17
Okt
2010
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen
Endlich sind wir in Sambia auf dem Weg in die Hauptstadt Lusaka und freuen uns über jeden Meter Höhe den wir gewinnen, um aus der Hitze des Karibasees weg zu kommen.
Selbst die Vororte von Lusaka freuen uns und dank GPS finden wir das Wayside B&B auf Anhieb. Es ist ein Garten Eden. Wir werden sehr freundlich von Beverly, ursprünglich aus Simbabwe, und ihrem deutschen Mann Peter willkommen geheissen. In Lusaka stehen Landrover flicken, Einkaufen und Gasflasche bzw. Gas besorgen auf dem Programm, wir schaffen die erste beiden und der Tag ist um. Um 17h kommen wir zurück ins B&B. Beverley zeigt mir ihr Geheimnis, ein unglaublicher Garten, nein, ein Park versteckt hinter den hohen Mauern, völlig unerwartet und traumhaft schön angelegt. Wir schlendern mit einem Sundowner Bier in der Hand durch den riesigen Garten mit wunderschönen, blütenden Bäumen und Büschen, mit superhohem, 10cm dickem Bambuswald, mit Kieswegen und Rasen, mit duftenden Frangipani und japanisch anmutend geschnittenen Bäumen. Weiter hinten kann man sich ein Bild davon machen, wie es früher hier aussah: grobe Erde und ein paar Backsteinhäuser. Peter erzählt uns, dass dies eine Farm war, und rund herum war gar nichts. Irgendwann hat er die Farm aufgegeben und nun kann Beverley ihre Passion ausleben und den Garten immer wieder erweitern. Hier kann man locker seine Joggingrunden drehen, ohne grosse Wiederholungen. Die Atmosphäre ist ganz anders als in den anderen Teilen des B&B, dort gibt es auch schöne Pflanzen, aber die Ruhe hier ist einmalig. Ich freue mich, dass wir dies sehen durften.
Wir gönnen uns eine verdiente Pause und machen fast nichts und hängen im Garten und am Pool herum. Beverly lädt uns zu sich zu einem Sundowner ein. Wir trinken Bier und Wein in rauhen Mengen. Peter, von einem Anlass zurückgekehrt, kocht Spaghetti Bolognese für uns und verführt uns zu noch mehr Bier und Wein. Es ist ein lustiger feucht fröhlicher Abend.
Am nächsten Tag wollten wir abreisen, wir können aber nicht, denn wir haben beide einen super Kater: Ich fühle mich noch am Morgen betrunken. Wir klären mit Beverley, dass wir noch eine Nacht bleiben – kein Problem – gehen frühstücken und hauen uns abwechslungsweise auf’s Ohr. Ich muss noch mal 2 Stunden schlafen, danach geht es mir etwas besser.
Am Abend ist Sundowner Time und so sitzen wir wieder bei Beverly und Peter zusammen mit Freunden von Ihnen auf der Terrasse. Fred, Deutscher, und Bernadette, Irin, sind sehr nette Leute und zusammen mit Beverley und Peter verbringen wir einen wunderbaren Abend. Fred gibt uns den Tipp, die Liuwa Plains zu besuchen, sie seien ein Muss. Er will uns für den 28. November noch einen Platz organisieren, da dann die Migration der Gnus in den Plains ist. Sie würden dann mit 5 Fahrzeugen hinfahren. Da dann aber auch viele Südafrikaner dort sind, ist es meist ausgebucht. Er empfiehlt uns, wie unser Reiseführer auch, nur im Konvoi in die Plains zu fahren, da der Weg dorthin abenteuerlich sei.
Wir können uns nicht entscheiden, da wir erstens nicht bis zum 28. November warten wollen und zweitens auch nicht unbedingt die Konvoireisenden sind. Mal sehen.
Hier ein paar Fotos von Beverley's Traumgarten und unsere Gastgeber.
