So

10

Okt

2010

Endlose Rüttelpiste

Die nächsten beiden Tage werden wir insgesamt 600 Kilometer fahren, dem Kariba Stausee entlang ohne ihn wirklich zu sehen, mit zwei Abstechern Richtung See und einen an den Rand des Chizarira NP. Doch das wissen wir an diesem Morgen noch nicht. Auch wissen wir nicht, dass 300km davon die schlimmste Piste ist, die wir in Afrika gefahren sein werden: Wellblech kombiniert mit grobem Geröll.

Wir verlassen Hwange Richtung Kariba Stausee. Im ersten Dorf ausserhalb des Parkes wollen wir einkaufen aber es gibt hier nicht viel. Glücklicherweise gibt es Diesel. Lebensmittel beschränken sich auf ein paar Tomaten. An den ersten Stopps in Mlibizi und Binga am Lake Kariba versuchen wir eine Unterkunft zu finden oder wenigstens einzukaufen. Wir kaufen getrocknete Kapentas, das sind kleine ganze Fische, und ein paar Kartoffeln auf dem Markt. Eine Unterkunft finden wir nicht, alles ist ziemlich trist. Die Weiterfahrt entlang des Lake Kariba ist wie erwähnt rau, sehr rau. Stundenlange Welblechpiste durch endlose Wälder. Ab und an erfreuen wir uns an den farbigen Steinhütten, ansonsten ist es ziemlich langweilig. Wir können uns nicht mal unterhalten, es ist so laut, das man weder ein Gespräch führen noch Musik hören kann. Da es nirgends einen Camping oder ein andere Übernachtungsmöglichkeit gibt, beschliessen wir an den Rand des Chizaria NPs zu fahren. Hier gibt es eine Lodge im Nirgendwo, dass heisst wir fahren nochmals 14 km von der Rüttelpiste ab. 14 km Offroad fahren, über eine Stunde Weg über felsigen Untergrund. Die Lodge ist ziemlich heruntergekommen. Es gibt nur noch vier schöne Bungalows mit herlicher Aussicht, diese sind leider alle durch eine Gruppe belegt. Man will uns ein Bungalow in zweiter Reihe herrichten, der Preis sei aber auch 40 US$. Essen muss man mitbringen, dann wird einem gekocht. Wir wollen campen, da uns das Angebot doch reichlich überzogen vorkommt und wir für das heruntergekommene Häuschn nicht gleichviel berappen wollen wie die schönen Häuschen mit Aussicht. Wir einigen uns auf Camping für 10$ und kriegen das verlassene Haus der ehemaligen Besitzer als WC und Dusche. Auch dieses Haus steht kurz vor dem Verfall. Es gibt Pap mit Sauce und

Nachdem wir am Morgen eine kleine Diskussion hatten, weil man plötzlich zweimal 10$ wollte. Haben wir Ihnen erklärt, dass man hier in Zimbabwe auf sehr schönen Campings mit Aussicht und sauberen WC/Duschen 10$ bezahlt, daraufhin waren sie sehr schnell mit dem vereinbarten Preis einverstanden. 14 km Offroad zurück und schon sind wir für die nächsten 6 Stunden wieder auf der Rüttelpiste. Wir sind sehr froh als wir Karoi erreichen und leisten uns hier ein einigermassen hübsches Motel als Zwischenstation. Alles in allem waren es mehr als 12 Stunden nervenzehrende Rüttelpiste. Wir sind nudelfertig und wissen, dass wir Morgen nochmals ca. 80 km schlechteste Strasse unter die Räder nehmen müssen um Mana Pools zu erreichen. Es hat uns viel Nerven, einen durch das Geschüttel lecken Kühlschrank (eine Leitung ist gebrochen) und einen kaputten Stossdämpfer gekostet. Der Umweg über Harare wäre wohl doch die bessere und schnellere aber vor allem die angenehmere Variante gewesen ...

Den Film zu der unglaublichen Fahrt werden wir hochladen, sobald wir eine taugliche Internet-Verbindung haben .... Ein paar Fotos von der Strecke findet Ihr hier.

 

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