Di

21

Sep

2010

Langeweile auf dem Highway und Openair Nächte

Der Caprivi Streifen ist ein schmaler Streifen zwischen Sambia und Botswana und gehört zu Namibia.

Ursprünglich war die Idee der Deutschen, über diesen Streifen Deutsch-Südwest-Afrika (heute Namibia) mit Deutsch-Ostafrika (heute Tansania) zu verbinden. Wir fahren ca 350 schnurgerade, langweilige Kilometer durch den Caprivi Streifen. Auf halber Strecke übernachten wir auf dem Bum Hill Camping, der direkt am River Kwando liegt. Eigentlich wollten wir auf die oft empfohlene Nambwa Campsite, jedoch begegnet uns bei der Einfahrt auf die 4x4 Strecke ein Elefant, der ein paar Menschen und ein Militärauto angreift, weil sie ihm zu nahe gekommen sind. Wir ziehen uns etwas zurück, warten, und unterhalten uns mit einem Offizier. Sie wollen einen Schreckschuss abgeben, damit die Elefantengruppe weggeht, müssen aber auf das Gewehr warten. Wir entscheiden uns für anderen Camping Platz, Bum Hill gleich um die Ecke. Es ist ein traumhaftes Plätzchen mit Dusche/WC nur für uns und einer drei Meter hohen Aussichs-Plattform. Wir wollen da oben schlafen und richten die Liegen und das Moskitonetz ein. Beim Schlafengehen stellen wir fest, dass bereits ein Kingfischer sein Nachtlager auf einem Ast über uns eingerichtet hat. Eigentlich ganz nett, nur scheisst er von dort oben auf eine unserer Liegen, die schon ganz weiss ist. Zum Glück ist die Plattform gross genug für alle drei, wir putzen unser Lager und verschieben es um drei Meter.

Es ist eine romantische Vollmondnacht. Doch leider kann es in Afrika nachts sehr kalt werden und ich muss mitten in der Nacht eine Decke holen gehen. Trotz unruhiger Nacht wachen wir beschwingt auf und geniessen den Sonnenaufgang und die Geräusche im Busch. Am Tag geniessen wir das Buschleben und backen einen Apfelzimtmuffin, der diesmal hervorragend gelingt.

Wir freuen uns auf eine zweite Nacht unter freiem Himmel. Unser Kingfischer ist auch wieder da. Auch auf die Kälte haben wir uns besser eingerichtet. Doch mitten in der Nacht müssen wir ins Auto fliehen, weil ein Sturm uns fast von der Plattform bläst. Wir geniessen die Wärme und Geborgenheit in unserem „Husli“ einmal mehr. Damit sind unsere Openair Nächte fürs erste abgehakt.

Hier geht's zu den Fotos des Highway und der Plattform.

 

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