Do

09

Sep

2010

Central Kalahari National Park

Bereits folgt das nächste Highlight unserer Reise, die Central Kalahari. Ein grosser Traum von mir.

Seit unserem ersten Besuch in Botswana 2005 hat sich vieles verändert. Waren wir damals Exoten, welche verrückt genug waren, Botswana im Mietauto auf eigene Faust zu erkunden, ist Botswana heute 2010 etwa so wie Namibia damals. Viele Individualreisende suchen hier das letzte (aber sichere) Abenteuer. Die meisten Campsites in der Kalahari sind privatisiert, was heisst es hat Plumsklos und eine Duschvorrichtung ohne Wasser und die Preise haben sich verfünffacht. So kostet nicht nur der Parkeintritt relativ viel sondern auch der Camping. Vorausbuchen ist ein Muss und alles ist ziemlich ausgebucht. Wir hatten Glück und haben je eine Nacht in der Sunday Pan, in der Piper Pan und in Lethiakau Pan erhalten.

Sunday Pan: Morgens früh fahren wir zum Wasserloch, es ist nicht viel los. Wir warten geduldig. Reto und Barbara, fahren in der näheren Umgebung umher und entdecken einen Honey Badger ( Honigdachs) nah bei der Strasse. Eigentlich ist der Dachs nachtaktiv und sehr schwer zu sehen, was für ein Glück.

Wir brechen auf zur Piperpan. Der Weg führt kilometerlang durch abgebrannte Ebenen und wir befürchten, dass die Piperpan auch abgebrannt ist, aber wir haben Glück, die Ebene ist intakt mit kurzem goldenen Grass.

Wir sind so froh darüber, es wäre eine wirkliche Enttäuschung gewesen, die Piperpan abgebrannt zu erleben. Die Campsite ist an der gleichen Stelle, jedoch ca 10 Meter hinter die Strasse versetzt, was einen grossen Teil der Sicht nimmt, schade. Wir nehmen einen kurzen Drink und einen Snack und machen uns auf zum Wasserloch, an welchem wir vor 5 Jahren eine unvergessliche Zeit verbracht haben. Es ist nicht viel los, ob das morgen anders ist?

Morgens früh fahren wir nochmals zum Piper Pan Wasserloch, dort liegt ein Löwenrudel mitten auf der Strasse! Drei Löwinnen mit drei halbausgewachsenen Jungen. Mit einem grossen Respektabstand warten Springböcke, Kudus und Gnus, bis die Löwen das Wasserloch freigeben. Nur ein Schakal tänzelt zwischen uns und den Löwen umher. Wir beobachten die Löwinnen geduldig und hoffen dass sich diese zur Jagd begeben. Aber die Löwen scheinen keine Lust zu haben, nur wenn die Antilopen sich etwas bewegen, legt sich mal die eine mal die andere Löwin in Lauerpose, mehr geschieht nicht. Einmal erhebt sich eine Löwin und schleicht im Schutz von Reto’s Auto näher an die Kudus heran. Dort bleibt sie ein paar Augenblicke, um dann aber wieder ganz gelassen zu ihrem Rudel zurückzuschlendern. Wir sind ganz aufgeregt, keine 3 Meter vom Auto entfernt stand sie! Nach geraumer Zeit trinken die Löwen, geben dann gemächlich das Wasserloch frei und ziehen sich in einiger Entfernung in den Schatten zurück.

Zeit für uns aufzubrechen. Wir fahren zur Lethaihau Pan. Es ist heiss, wir ziehen uns in den spärlichen Schatten zurück und bewegen uns nicht. Wir geniessen diese Zeit unheimlich, die Magie der Kalahari schleicht sich an, wir spüren, hören, riechen sie – wunderbar.

 

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