Mi
28
Jul
2010
Verwunschener Wald im Osten Zimbabwes
Wir campen wildromantisch in einer Waldlichtung im 1000 Jahre alten Chirinda Forest. Letzte Nacht, als wir im Dunkeln ankamen, konnten wir etwas Schönes bereits erahnen.
An diesem Morgen entfaltet sich die ganze Schönheit. Wir machen uns auf, den Big Tree zu suchen. Es geht durch den südlichsten tropischen Regenwald Afrikas. Der Wald ist immergrün und schattig dunkel durch die riesigen roten Mahagoni Bäume. Pflanzen, welche in der Schweiz die Wohnzimmer zieren, wachsen hier üppig am Wegrand zwischen gigantischen Baumriesen, Farnen und Lianen. Der Big Tree ist etwa 4 km vom Camping entfernt, er ist wirklich eindrücklich. Alt, majestätisch und weise steht er da, was für Zeiten hat er bereits erlebt? Wir verweilen ein bisschen und lassen die Atmosphäre auf uns wirken.
Auf dem Weg zurück hören wir etwas wie einen Leoparden und kurz darauf mehrere Warnrufe von den Samango Monkeys. Sehen können wir allerdings beide nicht, aber es macht uns bewusst, dass wir in der Wildnis sind. Als wir die einzige Strasse kreuzen fährt ein weisser Pickup an uns vorbei hält etwa 50 Meter von uns entfernt und fährt im Rückwärtsgang zurück zu uns. Ein „Offizieller“ grüsst höflich und stellt sich als Immigration Officer vor. Er will freundlich wissen ob wir Touristen sind und woher wir kommen. Dies reicht ihm auch schon und er fährt weiter.
Am Abend, die Tage vergehen rasend schnell, kochen wir für uns und unsere Freunde. Kürbiscurry im Dutch Oven auf dem Feuer mit Reis vom Gas. Es ist so simpel aber fast ein Festessen. Es macht grossen Spass zusammen mit Barbara und Reto, es ist alles unkompliziert und locker. Reto und Barbara sind sehr gute Menschen. Sie haben uns eine Türe zu Afrika geöffnet, wie wir es noch nicht erlebt haben. Reto geht offen und unbeschwert auf die Leute zu, kauft Fisch vom Strandhändler, nimmt Calamari aus und grillt ihn dann. Seine Neugierde und Unbeschwertheit überträgt sich auf uns. Wir geniessen die Zeit zusammen sehr. Es reist sich irgendwie sicherer und selbstbewusster zu viert, aber die Vorsicht bleibt trotzdem erhalten.
