Mo
26
Jul
2010
Segeln im Bazaruto Archipel, Mosambique
Endlich geht es los, wir segeln und schnorcheln im Bazaruto Archipel.
Eigentlich wollten wir am Vortag raussegeln, doch der Motor des Schiffes war kaputt und das Ersatzschiff lag wegen der Ebbe auf dem Strand statt im Meer. Gestern wären zu viert gewesen, nun ist es eine grosse Gruppe und es ist nicht ganz klar, wer nun mit welchem Schiff fahren wird. Bald klärt es sich, es gibt eine Tagesausflugs- und eine 2-Tage-Turn Gruppe. Unsere Gruppe für den 2-Tage-Tripp ist auf 12 angewachsen; zwei schweigsame Amerikaner, ein Frauenpärchen aus USA/Mexico, Tobi aus Deutschland und uns vier Schweizern, geführt von einem Guide, einem Koch und einem Kapitän. Wir sind erst etwas enttäuscht, weil wir so viele sind, aber das legt sich schnell. Wir werden mit einem herrlichen Tag mit wenigen Wolken und einem ruhigen, türkisblauen Meer belohnt. Wir fahren mit unserem Dhau, einer Art arabisch angehauchtem Holzsegelboot zur Insel Magaruque. Magaruque ist eine der drei grossen Hauptinseln des Archipels; das ganze Archipel ist ein Naturschutzgebiet. Nach ca. zwei Stunden mit Motor legen wir auf der Insel an. Gemäss Anweisung des Guide laufen wir strandaufwärts und können uns dann entlang dem felsigen Ufer mit der Strömung zum Boot zurücktreiben lassen. Soweit die Theorie, denn effektiv treibt uns die Strömung vom Boot weg. Wir schwimmen also mehr oder weniger an Ort und geniessen die vielen bunten Fische. Trotz 24° warmem Wasser frieren wir relativ schnell und sind froh am nahen Ufer zu sein. Wir wandern zurück. Unser Koch ist am zubereiten unseres Mittagessens. Er kocht auf einem offenen Feuer auf dem Boot, etwas ungewöhnlich, aber Dhaus haben ja eine etwa tausendjährige Tradition. Wir sitzen am Strand im Schatten und geniessen einen superleckeren Fisch mit scharfer Tomatensauce und Reis.
Nach dem Essen cruisen wir mit Motor und Segel zurück Richtung Festland. Auf den Inseln gibt es nur etwa vier Luxuslodges. Unser Camp liegt am Festland 10 km nördlich von Vilanculos am Strand und besteht aus Zelten, Feuerstelle, Küchenlapa und mit Parafin beheizten warmen Duschen. Der Koch zaubert ein leckeres Nachtessen, ein Calamares-Pasta Eintopf. Nach einem Bier am Lagerfeuer schlafen wir etwas unbequem auf einer Campingliege.
Ein reichhaltiges Frühstück läutet den zweiten Tag ein. Wir sind gespannt, denn heute geht’s zum Highlight, dem Two-Miles-Reef, ein noch fast unberührtes Tauch- und Schnorchelparadies. Das Wetter hat sich über Nacht verschlechtert. Das Meer ist rauh und es beginnt sogar zu regnen bevor wir das Riff erreichen. Wir frieren und müssen uns überwinden überhaupt ins Wasser zu springen. Doch kaum sind wir im Wasser reisst die Wolkendecke auf und die Sonne lugt hervor. Es ist wie wenn jemand das Licht im Aquarium einschaltet. Farbige Fische, blaue Seesterne, Muscheln und Hartkorallen, sogar ein Rochen zeigt sich. Für mich als Schnorchelanfänger unglaublich. Nathaly und ich lassen uns auf unsern Schwimmnudeln treiben und zeigen uns gegenseitig unsere Entdeckungen. Es ist wie im Film, nur schöner und live. Nach einer halben Stunde begeistertem „Fischegucken“ frieren wir und schwimmen zum Boot zurück. Ich muss zuerst das Gesehene verarbeiten, Nathaly zieht’s nach einer kurzen Aufwärmpause nochmals zurück ins Meer bis auch sie schlotternd aber überglücklich zurück ins Boot kommt.
Auf der Fahrt zur Insel Bazaruto angelt unser Guide. Ich versuche es auch aber meine viel zu dünne Fischerschnur reisst schon bald. Der Guide hat mehr Glück und fängt einen Baracuda. Den Fisch gibt’s zum Mittagessen zusammen mit Poulet und Kartoffel. Wir erkunden die Insel, welche hinter hohen Dünen eine Afrikanische Landschaft versteckt hält. Es ist traumhaft, so muss es Robinson vorgefunden haben. Wir haben Spass auf den Dünen mit Barbara, Reto und Tobi, einem Deutschen Weltenbummler.
Die Rückfahrt nach Vilanculos ist etwas ruhiger und sehr entspannt. Müde aber glücklich kehren wir zurück aufs Festland.
Beim Abendessen in einem Lokal mit fast nur Einheimischen und leckerem Essen besprechen wir, dass wir alle Freude daran hätten, wenn wir zu viert durch Zimbabwe nach Botswana fahren würden. Wir schliessen uns einfach Reto und Baraba’s Route an, denn wir haben keinen Reiseführer von Zimbabwe. Ihre Pläne tönen gut und wir sind sehr gespannt, was uns erwartet.
Unsere Fotos zum Segelturn findet Ihr hier.
Fotos zu unserer Zeit in Mosambique findet Ihr hier.
Mehr Infos und Fotos zur Dhausafari auch auf der Web-Seite des Anbieters: http://www.sailaway.co.za
Kommentare: 2
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#1
Dear Nathaly & Gü. Firstly I wish to send my condolences to you both with regards to Gü's mother. I know how dear she was to you both. At least now she will have found peace after her illness.
Very positive to see you back in Africa, and you both look great. It is fasinating to see how the landscape is changing as you travel further north. Also I must congratulate you on how clean the Land Rover looks in all the pictures. How do you manage it??????
Take care and looking forward to reading the next instalment. -
#2
Hi Nathaly and Gü - I didn't realize until I saw Ian's note that your mother had died Gü. My deepest condolences to you both. She sounds like a very special person who was greatly loved and who had an enormous impact on both of you. I know she will be greatly missed. My heart goes out to you.
Am slowly catching up with all your adventures. It sounds and looks even more amazing than anticipated and I absolutely love your pictures. The landscapes are incredible as are the animals. You too don't look too shabby either.
Thanks for sharing this. Thinking of you. With warm regards,
Debbie 