Di
29
Jun
2010
Dinner mit Nigerianern
Auf unserem Weg zum Krüger NP übernachten wir in Phalaborwa.
Wir sitzen wieder einmal alleine im Restaurant.
Als wir bestellt haben kommen noch zwei Gäste und es gibt ein reges Gespräch mit dem einen Herrn. Es sind zwei Nigerianer, der eine aus Polokwane, der gerade in Phalaborwa zu tun hat, der andere ein Freund aus Phalaborwa. Der eine ist sehr redselig und witzelt, er verkaufe Husbands und er hätte hier ein schönes Exemplar. In Wirklichkeit hat er diverse Studienabschlüsse, arbeitet für die Regierung in der Justiz und vertritt oder übersetzt bei Nigerianischen Angeklagten. So etwas in der Art. Der Andere ist sehr ruhig und sagt lange gar nichts. Sie bestellen und der erste, Wally, redet ununterbrochen zu uns dreien, wir hören amüsiert zu. Als das Thema „Beziehung Frauen – Männer“ aufkommt redet er sich aber schnell ins Feuer und muss sogar aufstehen, um seine Meinung deutlich zu machen. Er trägt einen viel zu grossen Blazer mit Flip-Flops und Tennissocken und redet fast wie ein Prediger. Die schwarzen, südafrikanischen Männer seien viel zu faul, weshalb die Frauen arbeiten müssen und ihr eigenes Geld verdienen, was diese wiederum viel zu selbständig mache. Daraus abgeleitet, gibt es Kriminalität und Vergewaltigung. Das wiederum gäbe es in Nigeria kaum, weil Verbrecher sofort durch die Polizei erschossen werden. Dann setzt er sich wieder und schweigt. Wir haben einen unterhaltsamen Abend mit Wally und seinem Freund, solch spontane Begegnungen sind wunderbar.
