Sa

22

Mai

2010

Das Owl House

Wir fahren ca. 30 km ab der Nebenstrasse auf eine noch kleinere Gravelroad (Naturstrasse) durch die Karoo tief ins Nowhere und erreichen das kleine Dorf Niew-Bethesda.

Hier steht das Owl House von Helen Martin, welche an diesem Ort 25 Jahre lang, bis zu Ihrem Selbstmord 1976, eine skurile Welt aus Betonskulpturen geschaffen hat.

Man kann den mit Skulpturen vollgestopften Garten und Ihr seltsam eingerichtetes Wohnhaus besichtigen und bekommt mittels Video einen Einblick ihr Leben und Werken. Die Skulpturen sind in Zusammenarbeit mit lokalen Leuten entstanden. Draussen vor dem Haus stehen ein paar Künstler oder Kunsthändler und warten auf Kundschaft. Wir scheinen die einzigen Touristen zu sein. Im Ort stehen wohl mehr Kunstateliers als Kunden je vorbeikommen. Der Ort und vor allem das Owl House strahlt eine ruhige, kunstvolle aber auch etwas traurige Stimmung auf uns aus.

Nathaly kauft sich einen kleinen Ring, die faszinierenden Betoneulen mit den grossen Glasaugen können wir leider nicht mitnehmen.

Anschliessend trinken wir noch eine Cola auf der Veranda eines Nachbarhauses und werden prompt von der Wirtin in Schwiizerdütsch angesprochen. Sie hat einen Südafrikaner geheiratet und liebt die Kargheit der Karoo. Viel mehr gibt’s nicht zu sagen. Die Leute hier sind herb wie die Landschaft.

 

 

 

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